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WERBEDRUCK UND MARKTENTWICKLUNG

Das Werbejahr 2009

Im Rückblick auf das vergangene Jahr ist die Krise in der Werbebranche unübersehbar, auch wenn die Bruttowerbeaufwendungen in ihrer Gesamtheit bzw. der Werbedruck, also die Werbeausgaben laut Preislisten nach Erhebungen des Focus Instituts wie bereits im Vorjahr die Marke von 3,3 Milliarden Euro halten konnten.

Die Werbebilanz hatte laut Focus 2009 einen minimalen Rückgang im Vergleich zum Jahr 2008 zu verzeichnen.
Aber nicht alle Medien haben gleichmäßig verloren, gut gehalten haben sich beispielsweise Außenwerbung, Tageszeitungen oder Private Radios oder TV Sender.
Für die Medienwirtschaft war die Herausforderung in diesem Jahr besonders groß, weil nicht zuletzt bei den Ausgaben für Werbung gespart wurde – also beim Geld, nicht bei der Fläche.

Trotz der Wirtschaftskrise haben die klassischen Medien mit einem Minus von nur 0,4% ihre Position formell annähernd gut gehalten. Gegen Ende zeigte sich das Werbejahr 2009, was den Werbedruck angeht, versöhnlich und landete vom errechneten Bruttowerbeaufwand her quasi auf einer „Null-Linie“.

Werbedruck und Martkanteile

 

Bei den Marktanteilen der einzelnen Mediengattungen kam es im Jahr 2009 zu keinen wesentlichen Veränderungen.
Mit Abstand größter Werbeträger waren auch 2009 die Printmedien, die einen Anteil von 54% an den klassischen Werbeaufwendungen erzielten und damit ihre Position als klare Nummer eins halten konnten. Insgesamt betrugen die Brutto-Werbespendings in den Printmedien im Vorjahr 1,468 Milliarden Euro.

Innerhalb des Segments waren auch 2009 die Tageszeitungen mit 796 Millionen Euro der größte Werbeträger, die Magazine konnten 329 Millionen Euro auf sich verbuchen, die regionalen Wochenzeitungen 225 Millionen Euro. Das Fernsehen als zweitgrößter Werbeträger kam auf 627 Millionen Euro, gefolgt von der Außenwerbung mit  201 Millionen Euro und dem Hörfunk mit 172 Millionen Euro.

Auch im Vorjahr konnten die privaten Programmanbieter im Fernsehen höhere Zuwächse einfahren als der ORF. Einen besonderen Wachstumsschub erfuhr 2009 abermals die Online-Werbung mit einem plus von 32,8%. Es muss jedoch angemerkt werden, dass der österreichische Online-Werbemarkt im internationalen Vergleich noch sehr wenig entwickelt ist. Zudem ist das Suchmaschinen- Marketing von der Werbestatistik nur schwer greifbar, es ist daher von einem größeren Volumen und Marktanteil auszugehen als offiziell ausgewiesen.