Das sei die derzeitige, "die nicht allein eine Wirtschafts- und Finanzkrise, sondern eine Systemkrise ist". Sie stelle "eine Herausforderung für alle und für die Medien im Besonderen" dar, betonte Pirker. Dazu komme international eine Entwicklung, welche durch sinkende Auflagen und Reichweiten sowie durch eine abnehmende Lesedauer gekennzeichnet sei. Allerdings, so der scheidende VÖZ-Präsident, "dieser Trend in Österreich weniger ausgeprägt als in anderen Regionen wie etwa in den USA oder Skandinavien".
Damit Hand in Hand gehe "eine Strukturkrise einher, eine strategische Krise". Sie sei zuerst durch die Digitalisierung und dannn durch das Internet in Gang gesetzt worden. "Das ist eine Herausforderung für uns alle, von der wir nicht wissen, ob wir mit dieser Veränderung zu Rande kommen", betonte Pirker.
Die gegenwärtig relativ stabile Situation für die Medienhäuser verlegerischer Herkunft in Österreich sei vor diesem Hintergrund ebenso "ein Lichtblick" wie die Tatsache, "dass im deutschsprachigen Raum der Begriff der Zeitung ja nicht für Papier steht, sondern für Nachricht. Und damit ist auch die Zukunft der Zeitung angedeutet, die nicht nur auf Papier, sondern auch auf anderen Plattformen eine Zukunft haben kann."
Mit dem klassischen Geschäftsmodelll, welches "auf zwei Erlösströmen - einen von den Lesern her, einen von der Werbung her - beruht, wird in Zukunft aber nicht das Auslangen zu finden sein. Wir müssen uns neue Geschäftsmodelle mit neuen Erlösströmen erschließen", führte Pirker aus.



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