deutsch
deutsch
 |  english
englisch
VÖZ Startseite
A | A | A 
Erweiterte Suche
  STARTSEITE > AKTUELLES > "Neue Geschäftsmodelle mit neuen Erlösströmen erschließen"
PIRKER SIEHT ZENTRALE HERAUSFORDERUNG FÜR MEDIENHÄUSER

"Neue Geschäftsmodelle mit neuen Erlösströmen erschließen"

(2010-06-17) "Es war eine schöne Zeit als Präsident des Verbandes Österreichischer Zeitungen, obwohl ich es eigentlich nicht werden wollte", resümierte der scheidende VÖZ-Präsident Horst Pirker in einem bilanzierenden Rückblick aus seine Amtszeit bei der 57. ordentlichen Generalversammlung des Verbandes am 17. Juni im Raiffeisensaal der RZB in Wien. Er lenkte dabei aber auch die Aufmerksamkeit auf jene Herausforderungen, vor denen er die Branche sieht.

Das sei die derzeitige, "die nicht allein eine Wirtschafts- und Finanzkrise, sondern eine Systemkrise ist". Sie stelle "eine Herausforderung für alle und für die Medien im Besonderen" dar, betonte Pirker. Dazu komme international eine Entwicklung, welche durch sinkende Auflagen und Reichweiten sowie durch eine abnehmende Lesedauer gekennzeichnet sei. Allerdings, so der scheidende VÖZ-Präsident, "dieser Trend in Österreich weniger ausgeprägt als in anderen Regionen wie etwa in den USA oder Skandinavien".

 

Damit Hand in Hand gehe "eine Strukturkrise einher, eine strategische Krise". Sie sei zuerst durch die Digitalisierung und dannn durch das Internet in Gang gesetzt worden. "Das ist eine Herausforderung für uns alle, von der wir nicht wissen, ob wir mit dieser Veränderung zu Rande kommen", betonte Pirker.

 

Die gegenwärtig relativ stabile Situation für die Medienhäuser verlegerischer Herkunft in Österreich sei vor diesem Hintergrund ebenso "ein Lichtblick" wie die Tatsache, "dass im deutschsprachigen Raum der Begriff der Zeitung ja nicht für Papier steht, sondern für Nachricht. Und damit ist auch die Zukunft der Zeitung angedeutet, die nicht nur auf Papier, sondern auch auf anderen Plattformen eine Zukunft haben kann."

 

Mit dem klassischen Geschäftsmodelll, welches "auf zwei Erlösströmen - einen von den Lesern her, einen von der Werbung her - beruht, wird in Zukunft aber nicht das Auslangen zu finden sein. Wir müssen uns neue Geschäftsmodelle mit neuen Erlösströmen erschließen", führte Pirker aus.



Seite drucken Drucken   Beitrag versenden Mailen


Horst Pirker: "Es war eine schöne Zeit als Präsident des Verbandes Österreichischer Zeitungen, obwohl ich es eigentlich nicht werden wollte."
Horst Pirker: "Es war eine schöne Zeit als Präsident des Verbandes Österreichischer Zeitungen, obwohl ich es eigentlich nicht werden wollte."