Zukunftsmodell: Leseförderung durch Public Private Partnership
Um der durch den PISA-Test aufgezeigten enormen Leseschwäche möglichst früh Maßnahmen entgegenzusetzen, sind gemeinsame Anstrengungen einerseits von Schule, Eltern und Initiativen wie Zeitung in der Schule und andererseits von Seiten der Politik nötig. Im Sinne der Entwicklung eines breiten österreichweiten Angebots zur Leseförderung sollten öffentliche und private Bildungsinstitutionen ihre fachlichen und finanziellen Ressourcen partnerschaftlich mobilisieren. In diesem Zusammenhang ist es daher mehr als problematisch, dass bestehende Fördermaßnahmen der öffentlichen Hand gekürzt werden. "Nach dem PISA-Schock die Mittel der Leseförderung im Rahmen der Presseförderung bis 2014 um rund 14 Prozent zu kürzen ist mit Sicherheit die falsche Antwort auf das Problem. Erhebliche Einschränkungen bei der Arbeit des funktionierenden PPP-Modells Zeitung in der Schule sind nicht auszuschließen. Die Politik sollte sich ihrer Verantwortung bewusst werden und ihren Beitrag entsprechend anheben", betont der Herausgeber der "Salzburger Nachrichten" und Obmann des Vereins ZiS Max Dasch.
Qualitätsjournalismus für Network-Generation
Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) unterstützt ZiS von Beginn an, denn für die Entwicklung der Lese- und Medienkompetenz von Jugendlichen ist es wesentlich, Qualitätsjournalismus und Informationen aus verschiedenen Zeitungen einordnen und bewerten zu können. "Die Digitalisierung führt zu grundlegenden Veränderungen im Leseverhalten. Sowohl beim anlogen wie beim digitalen Lesen benötigen Kinder und Jugendliche ein ausgewogenes Vermittlungsangebot. Die Zeitungen und Magazine des Verbandes Österreichischer Zeitungen werden daher die ZiS-Projekte auch weiterhin stark unterstützen", stellt VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger fest.
Neue ZiS-Zeitungsprojekte vermitteln Lese- und Textverständnis
In Zusammenarbeit mit den Zeitungsverlagen bietet ZiS das "Zeitungsprojekt" und den "Zeitungsvergleich" an. Die österreichischen Lehrerinnen und Lehrer aller Schulstufen und -typen können damit eine Tageszeitung, eine Wochenzeitung oder ein Magazin vier Wochen lang gratis für den Unterricht bestellen. Das Lesen und Verstehen von Zeitungstexten, das Kennenlernen der Ressorts und der verschiedenen Elemente einer Nachricht stehen dabei im Vordergrund. "Das Angebot an ZiS-Projekten wird 2011 - trotz geringerer öffentlicher Mittel - weiter ausgebaut und soll neue Impulse in der Leservermittlung bringen. Klar ist jedoch, dass dies ohne ein klares Bekenntnis der politischen Verantwortungsträger nicht auf Dauer gehen wird", so die ZiS-Geschäftsführerin abschließend.
Mehr Informationen unter: www.zis.at



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