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Zeitungen im Zeitraffer 2002

Die wichtigsten Daten und Fakten des Medienjahres 2002 im Überblick.

1. Jänner 2002: Das bringt das neue Jahr

Terrestrisches, via Antenne empfangbares Privat-Fernsehen, erste Schritte für Digital-TV und eine neue ORF-Führung bringt das Medienjahr 2002. Die Reform der Presseförderung, eigentlich schon für 2001 geplant, wurde verschoben, bei Branchenkennern herrscht aber Skepsis, ob sich ÖVP und FPÖ im neuen Jahr auf ein Modell einigen können. Für 2002 wurde den Zeitungen daher eine Vergabe der Presseförderung nach dem bisherigen Modell in Aussicht gestellt. Und die Zeitungen zahlen ab 1. Jänner erheblich mehr für die Postzustellung.

 

1. Jänner 2002: Wechsel bei "Furche" und "ZiS"

Gerda Schaffelhofer, seit der Gründung des Vereins "Zeitung in der Schule" ("ZiS") im Jahr 1995 dessen Geschäftsführerin, übernimmt die Geschäftsführung der Wochenzeitung "Die Furche". Sie folgt Franz Ivan nach, der sich nach seiner Wahl zum VÖZ-Präsidenten aus dieser Funktion zurückzieht. Nachfolgerin bei "ZiS" wird Elisabeth Böhm, bisher Assistentin der Geschäftsführung.

 

9. Jänner 2002: Ertl Nachfolger für Chmelir als Chefredakteur

Die "Oberösterreichische Rundschau" soll in einem Jahr einen neuen Chef bekommen: Herausgeber und Chefredakteur Rudolf Chmelir teilt seinen Mitarbeitern mit, dass der frühere "Standard"-Redakteur Josef Ertl als sein Nachfolger aufgebaut werden soll. Ab Mai soll Ertl stellvertretender Chefredakteur werden, Chmelir will sich "in einem Jahr" aus dem operativen Bereich zurückziehen und sich verstärkt seinen Aufgaben als Herausgeber der "Rundschau", Leiter der OÖ. Journalistenakademie und VÖZ-Vizepräsident widmen. Die "Oberösterreichische Rundschau" hat als Wochenzeitung mit zwölf Regionalausgaben eine Auflage von mehr als 280.000 Stück und wird von rund 720.000 Oberösterreichern gelesen. Seit Anfang 2000 gibt es auch eine "Sonntags-Rundschau" als Gratiszeitung.

 

10. Jänner 2002: Medien in "Krisensituation"

Österreichs Medienunternehmen befinden sich in einer wirtschaftlichen "Krisensituation", betont VÖZ-Präsident Franz Ivan. "Abspecken ist derzeit überall angesagt". Steigerungen von 20 Prozent bei den Papierpreisen, 30 Prozent teurere Postzeitungstarife, fünf- bis sechsprozentige Steigerungen der Kollektivverträge und allgemeine Kostensteigerungen von drei Prozent macht Ivan für die schwierige Lage verantwortlich. Darüber hinaus hätten die heimischen Medien seit Mitte 2001 mit Anzeigenrückgängen zwischen 20 und 40 Prozent zu kämpfen. Und die Presseförderung sei seit 1992 um mehr als ATS 100 Millionen gekürzt worden. Dem stünden erlösseitig so gut wie keine Steigerungen gegenüber. Im Gegenteil: Die verschärfte Konkurrenz und Konzentration auf dem Medienmarkt habe dazu geführt, dass die Medien Mittel in Internet oder Privatradio investieren mussten. "Das alles hat dazu geführt, dass nun Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen."

 

10. Jänner 2002: "Lebenswelten" in der MA
Die Media-Analyse zur Reichweitenerhebung österreichischer Medien hat ihre Datenaufbereitung um eine Einteilung der Konsumenten nach so genannten "Lebenswelten" erweitert. Damit werden nicht nur soziodemographische Informationen wie etwa Alter, Bildungsgrad oder Einkommenssituation erfasst, sondern auch Werthaltungen, Interessen und persönliche Leitlinien.

 

10. Jänner 2002: Kapitalerhöhung für Styria

Die Styria Medien AG nimmt eine Kapitalerhöhung vor, um "das weitere organische Wachstum" der Gruppe abzusichern. Das Eigenkapital wurde um Euro 14,5 Millionen erhöht. Die Finanzmittel dafür stammen aus der geschäftlichen Tätigkeit der Styria-Gruppe im Wirtschaftsjahr 2001. Die Styria kam 2001 auf einen Konzernumsatz von rund Euro 290 Millionen beziehungsweise einen Marktumsatz von Euro 400 Millionen.

 

14. Jänner 2002: "TT" setzt auf Regionalisierung

Die "Tiroler Tageszeitung" ("TT") verstärkt ihre Lokalisierungsstrategie. Sie erscheint künftig täglich in sieben Mutationen, abgestimmt auf die einzelnen Bezirke Tirols. Die Forcierung der lokalen und regionalen Inhalte sei ein Schwerpunkt der "TT"-Strategie für 2002, heißt es im Verlag. Die Lokalisierung werde von einer Marketingoffensive begleitet. Ziel seien "vollständige Information über Tirol und eine Vergrößerung unserer Leserfamilie".

 

15. Jänner 2002: Styria expandiert mit Wochenzeitungen

Die Styria Medien AG verstärkt ihr Engagement im Bereich der regionalen Wochenzeitungen. Die Gruppe erwirbt Mehrheitsanteile an der "Obersteirer Woche" sowie an der "Südweststeirer Woche". Im Bezirk Hartberg wurde darüber hinaus die "Hartberger Bezirkszeitung" ("HBZ") zur Gänze übernommen.

 

21. Jänner 2002: Vollversammlung des Presserates

Nach der Aufkündigung der Vereinbarung über die Einrichtung des Österreichischen Presserates durch den VÖZ als einem der Trägerverbände ersucht die Vollversammlung des Österreichischen Presserates "seine Trägerverbände, alles daran zu setzen, bis Jahresmitte 2002 über die statutarischen und organisatorischen Grundlagen für die Selbstkontrolleinrichtung der Österreichischen Presse gemeinsame neue Vereinbarungen zu treffen". Gleichzeitig wird die Funktionsdauer jener Organe des österreichischen Presserates, die nach der geltenden Geschäftsordnung des Presserates in der ersten Sitzung der Vollversammlung im Kalenderjahr geschäftsordnungsgemäß neu zu bestellen wären, bis Jahresmitte 2002 verlängert.

 

24. Jänner 2002: Werbewachstum 2001 rückläufig

Die Werbewirtschaft hat 2001 das "schwierigste Jahr der vergangenen Dekade" absolviert. Zu diesem Schluss kommt Focus Marketing Research anhand der Werbebilanz 2001. Der Gesamtwerbeaufwand ging von Jänner bis Dezember im Vergleich zum Jahr 2000 um 0,4 Prozent zurück und betrug Euro 2,02 Mrd. "Die positive Entwicklung im ersten Halbjahr 2001 wurde von einem Einbruch im zweiten Halbjahr kompensiert", so Focus-Geschäftsführer Josef Leitner. Vor allem die klassischen Medien hätten "teils erhebliche Werbeeinbußen" verzeichnen müssen. Der Werbeaufwand auf dem Printsektor blieb mit Euro 1,1 Mrd. 1,5 Prozent hinter dem Jahr 2000 zurück. Die Tageszeitungen verzeichneten dabei einen Rückgang von 3,2 Prozent auf Euro 574 Mio., Illustrierte und Magazine lagen mit Euro 349 Mio. um 1,3 Prozent unter dem Jahr 2000. Regionale Wochenzeitungen verzeichneten hingegen ein Plus von 7,6 Prozent (Euro 138,1 Mio.).

 

5. Februar 2002: Druckmaschinen für Styria

Rund 40 Millionen investiert die Styria Medien AG in vier "Hochgeschwindigkeits-Zeitungsrotationsmaschinen". Die Maschinen des Augsburger MAN-Roland-Konzerns sollen für die "Kleine" in der Steiermark und in St. Veit in Kärnten sowie in Zagreb für "Vecernji list" zum Einsatz kommen. Bei der "Kleinen Zeitung" ist darüber hinaus ein neuer Produktionsplan in Kraft, in Folge dessen die Nachmittagsausgabe eingestellt wurde.

 

5. Februar 2002: 2,7 Prozent bei Drucker-KV

Schneller als erwartet einigen sich die Drucker und der Verband Druck und Medientechnik auf einen Kollektivvertragsabschluss. Mitarbeiter im grafischen Gewerbe erhalten ab 1. April 2002 um 2,7 Prozent mehr Lohn.

 

8. Februar 2002: Neue ORF-Führung

Die neue ORF-Führung steht: Generaldirektorin Monika Lindner bringt im Stiftungsrat ihr Team durch. Der Kärntner Landesintendant Gerhard Draxler wird Informationsdirektor, der Wiener Intendant Reinhard Scolik Programmdirektor, Oberösterreichs Landesintendant Kurt Rammerstorfer Hörfunkintendant und Alexander Wrabetz behält seinen Posten als Kaufmännischer Direktor. Andreas Gall wird zum Technischen Direktor und Ronald Schwärzler zum neuen Online-Direktor bestellt.

 

11. Februar 2002: Wechsel bei "Antennen"

Die Styria Medien AG erhöht ihre Beteiligung an "Antenne Steiermark". Übernommen werden die Anteile der Media Süd-Ost (Leykam) sowie der Medien 2000 Holding AG (GWR/News-Gruppe). Damit hält die Styria die Mehrheit. Medien 2000 hat im Gegenzug den 26-Prozent-Anteil der zur Styria gehörenden "Presse" an "Antenne Wien" übernommen. Medien 2000 (GWR/News) hält damit eine solide Mehrheit an der Wiener "Antenne".

 

26. Februar 2002: Marcic-Preis an Feichtlbauer

Der diesjährige René-Marcic-Preis wird an den renommierten Publizisten Hubert Feichtlbauer verliehen. Einen entsprechenden Beschluss fasst die Salzburger Landesregierung auf Vorschlag der Jury unter dem Vorsitz von ORF-Generalintendant a.D. Gerd Bacher.

 

27. Februar 2002: Neustrukturierung bei "Format"

Neustrukturierungen gibt es beim zur News-Gruppe gehörenden Nachrichtenmagazin "Format". Christian Ortner beendet seine Tätigkeit als Herausgeber. Herbert Langsner, bisher gemeinsam mit Ortner in dieser Funktion, wird alleiniger operativer Herausgeber und Leiter der Chefredaktion. Innenpolitik-Leiter Andreas Weber rückt in die Funktion des Chefredakteurs auf. Joachim Riedl, der diese Position bisher inne hatte, wechselt in eine Tätigkeit als "Format"-Autor. Ortner bleibt dem Magazin ebenfalls als Autor, Kommentator und Berater erhalten. Parallel zu den personellen Änderungen gibt es ab 15. März eine Umstellung des Erscheinungstages von Montag auf Freitag. Darüber hinaus soll es einen sanften Relaunch des Blattes geben.

 

4. März 2002: Keine Kannibalisierung durch "U-Express"

Keine "Kannibalisierung" der "Kronen Zeitung" durch den kostenlosen "U-Express" sieht Hans Dichand. Von der "Krone" wurden in Wien laut ÖAK im 4. Quartal 2001 um über 12.000 Exemplare weniger verkauft. Dass dieser Rückgang der Verkaufsauflage auf seine im März 2001 gestartete Gratis-Zeitung zurückzuführen ist, glaube er aber nicht, so Dichand.

 

4. März 2002: Relaunch für "Schaufenster"

Das "Schaufenster", das freitags erscheinende Wochenendmagazin der "Presse", ist inhaltlich überarbeitet und optisch neu gestaltet worden. Darüber hinaus wurde mit der "Die Presse Magazine GmbH & Co KG" ein neues Tochterunternehmen gegründet, das in Zukunft das Magazingeschäft der Tageszeitung bündeln soll.

 

7. März 2002: "Krisenjahr" für Journalismus

2001 war ein "Krisenjahr" für den österreichischen Journalismus: Die Bilanz im Bericht zur Lage des Journalismus, den das Institut für Kommunikationswissenschaft an der Universität Salzburg zum sechsten Mal verfasst hat, fällt insgesamt negativ aus. Die Rahmenbedingungen für journalistische Qualitätssicherung hätten sich verschlechtert. Dazu beigetragen haben unter anderem eine "neue Sparsamkeit", die "fortgesetzte Gefährdung der Pressefreiheit", weitere Medienkonzentration oder der Vormarsch von "Pseudo- und Kampagnenjournalismus". "Die Verschlechterung der Wirtschaftslage und die Fortsetzung der 'Politik mit dem Rotstift' hat eine Reihe von Qualitätsmedien in Schwierigkeiten gebracht", heißt es im Bericht. Die international einzigartige Konzentration auf dem Tageszeitungsmarkt sei auf den Magazinsektor ausgeweitet worden. Mit der Grazer "Neuen Zeit" sei ein weiterer Tageszeitungstitel verschwunden.

 

21. März 2002: Weitgehend stabiler Tageszeitungsmarkt

Der österreichische Tageszeitungsmarkt präsentierte sich im Jahr 2001 weitgehend stabil. Dies geht aus der Media-Analyse für 2001 hervor. Insgesamt erzielten die Tageszeitungen 2001 eine Reichweite von 75 Prozent, was 5,037 Mio. Lesern entspricht. Reichweitenstärkster Titel ist die "Kronen Zeitung" mit 44,1 Prozent (2,958 Mio.). Der "Kurier" kam 2001 auf 12,6 Prozent Reichweite (846.000) und legte damit signifikant zu. Für die "Kleine Zeitung" werden 12,2 Prozent (818.000) ausgewiesen. 6,0 Prozent Reichweite (401.000) erzielte im Vorjahr der "Standard", die "Oberösterreichischen Nachrichten" kamen auf 5,3 Prozent (354.000), "Die Presse" hatte laut MA eine Reichweite von 5,2 Prozent (351.000). Weitere Reichweiten: "Tiroler Tageszeitung" fünf Prozent (336.000), "Salzburger Nachrichten" 4,6 Prozent (306.000), "Vorarlberger Nachrichten" 3,5 Prozent (234.000), "WirtschaftsBlatt" 1,5 Prozent (100.000), "Kärntner Tageszeitung" 1,1 Prozent (75.000), "Neues Volksblatt" 0,9 Prozent (60.000) sowie "Neue Vorarlberger Tageszeitung" 0,8 Prozent (51.000).

 

6. April 2002: "WirtschaftsBlatt" in neuem Gewand

Das "WirtschaftsBlatt" präsentiert sich in neuem Gewand. Statt bisher acht Büchern gibt es am Wochenende nur mehr vier. Unter der Woche wird die Anzahl der Blatt-Teile ebenfalls reduziert - von vier auf zwei. Die Zeitung werde damit "zum einen kompakter, übersichtlicher und leserfreundlicher, zum anderen kann das 'WirtschaftsBlatt' auf Grund späterer Andruckzeiten noch aktueller sein als üblich", betont Chefredakteur Peter Muzik. Ein "behutsamer optischer Relaunch" sorge zudem für "mehr Frische".

 

8. April 2002: Neues bei Oberösterreichs "Rundschau"

Bewegung gibt es beim Landesverlag in Oberösterreich ("OÖ Rundschau", "Sonntags-Rundschau"). Eveline Pupeter-Fellner, bisher "Rundschau"-Geschäftsführerin, übernimmt von Quirin Wimmer die Geschäftsführung der Landesverlag Holding. Darüber hinaus übernimmt man die Online-Gesellschaft Oberoesterreich.com, an der bisher die Teleport Consulting und Systemmanagement GmbH von Eugen A. Russ (Vorarlberger Medienhaus) zu 50 Prozent beteiligt war, zur Gänze. Ihre Funktion als "Rundschau"-Chefin wird Pupeter-Fellner weiterhin wahrnehmen.

 

12. April 2002: "Dauerbrenner" beschäftigen VÖZ-Klausur

Der Verband Österreichischer Zeitungen betont bei seiner diesjährigen Klausurtagung auf der Turracher Höhe den Stellenwert der Presseförderung als "unverzichtbares Instrument zur Erhaltung und Sicherung der Vielfalt von Zeitungen und Zeitschriften". Darüber hinaus fordern die Verleger die "rasche Abschaffung der Werbesteuer" und eine "zügige Umsetzung" der Postliberalisierung.

 

26. April 2002: "Pressehandbuch 2002" erschienen

Das "Pressehandbuch" erscheint zum 50. Mal. Der vom VÖZ herausgegebene Klassiker unter den Mediennachschlagewerken enthält die Mediadaten von rund 3.500 Zeitungen, Magazinen und Fachpublikationen. Vertreten sind alle Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Illustrierte und Magazine sowie über 2.900 Fachzeitschriften. Breiten Raum nehmen auch audiovisuelle Medien ein, darüber hinaus werden die größten Werbe- und Media-Agenturen, PR-Agenturen und PR-Berater sowie Direct-Marketing-Agenturen vorgestellt. Plakat-, Verkehrsmittelwerbung und sonstige Werbemöglichkeiten komplettieren die Übersicht.

 

3. Mai 2002: Tag der Pressefreiheit

Traditionell zum Internationalen Tag der Pressefreiheit vergibt der Presseclub Concordia die Concordia-Preise. Der Ehrenpreis geht an Herbert Krejci, den früheren Generalsekretär der Industriellenvereinigung. Die Auszeichnung in der Kategorie Menschenrechte erhält die Fernsehjournalistin Antonia Rados. Mit dem vom VÖZ gestifteten Concordia-Preis für Pressefreiheit wird Zeljko Kopanja, Gründer, Herausgeber und Chefredakteur der in Banja Luka erscheinenden unabhängigen Tageszeitung "Nezavisne novine", ausgezeichnet.

 

7. Mai 2002: Josef Riedler gründet "Die Neue"

Rund ein Jahr nach Einstellung der Grazer Tageszeitung "Neue Zeit" startet deren langjähriger Herausgeber und Chefredakteur Josef Riedler ein neues Projekt. Die Wochenzeitung "Die Neue" erscheint erstmals und soll mit einer Startauflage von 40.000 Stück einen Leserkreis "über die Steiermark hinaus" ansprechen, so Riedler. Jeweils dienstags soll mit einem Mindestumfang von 64 Seiten über Politik und Wirtschaft, Kultur, Szene, Medien und Sport berichtet werden.

 

13. Mai 2002: 2,7 Prozent für Journalisten

Die Journalisten erhalten ab 1. Juni 2002 eine KV-Erhöhung von 2,7 Prozent. Die Anhebung, die bei der zweiten Tarifrunde zwischen Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) und Journalistengewerkschaft beschlossen wurde, gilt für die bei österreichischen Tages- und Wochenzeitungen angestellten Redakteure, Redakteursaspiranten und Reporter. Erhöht werden alle Positionen des KV, also Tarifgehalt, Quinquennien sowie anteilig alle abgeleiteten Pauschalien. Eine Anhebung in der selben Höhe erhalten alle Positionen des Gesamtvertrags für Freie Mitarbeiter. Der Vertrag gilt für ein Jahr.

 

27. Mai 2002: Vorhofer-Preis an Marschall

Gerhard Marschall, Redakteur beim "WirtschaftsBlatt", wird mit dem Kurt-Vorhofer-Preis ausgezeichnet. Marschalls journalistische Arbeit zeichne sich durch "hohes soziales Engagement" und eine "kritische Haltung gegenüber allen Mächtigen" aus, heißt es in der Jury-Begründung.

 

28. Mai 2002: "Falter" feiert Geburtstag

Grund zum Feiern gibt es beim "Falter": Die Wiener Stadtzeitung begeht ihren 25. Geburtstag. Seit 1977 schafft der Falter eine "andere Öffentlichkeit", wie es Gründer, Herausgeber und Chefredakteur Armin Thurnher beschreibt. Wirtschaftlich steht man stabil: Neben dem Print-Titel hat sich schon in den 80er Jahren der Falter-Verlag etabliert, der Service-Literatur, Reiseführer, Cartoons und anderes herausgibt. Dritte Säule ist die Produktion von Kundenzeitschriften; und schließlich hat man sich auch das Geschäftsfeld Electronic Publishing erschlossen.

 

5. Juni 2002: "NVT"-Gründer Burtscher gestorben

Völlig unerwartet stirbt der Mitbegründer der "Neuen Vorarlberger Tageszeitung", Bertram Burtscher, im Alter von 61 Jahren. Burtscher erliegt einem Herzinfarkt. Er war seit dem erstmaligen Erscheinen der "Neuen" am 2. Mai 1972 in verschiedenen leitenden Positionen tätig, u. a. als Chefredakteur, Geschäftsführer und Chef vom Dienst.

 

19. Juni 2002: "Die Furche" mit neuem Layout

Die Wochenzeitung "Die Furche" wird einer optischen Runderneuerung unterzogen: Moderner und luftiger - mit Schmuckfarbe blau statt orange im Titel. Geschäftsführerin Gerda Schaffelhofer und Chefredakteur Rudolf Mitlöhner wollen damit der qualitativen Neuausrichtung des Blattes sowie der angestrebten Schärfung des Profils auch optisch Rechnung tragen. Mehr inhaltliches Gewicht hat der Feuilleton-Teil bekommen. Neben der bisher gewohnten Inhalte Politik, Gesellschaft, Religion und Kultur sollen künftig verstärkt auch wirtschaftsethische Themen behandelt werden.

 

24. Juni 2002: Verhandlungen über den Presserat erfolglos

Die Bemühungen um einen Konsens über eine Reform des Österreichischen Presserates bleiben erfolglos: Bei einer Verhandlungsrunde der vier Trägerorganisationen (VÖZ, Journalistengewerkschaft, Österreichischer Zeitschriften- und Fachmedien-Verband und Presseclub Concordia) kann keine Einigung erzielt werden. In seiner derzeitigen Form besteht der Presserat daher nur mehr bis 30. Juni. Der VÖZ bedauert die Situation, die durch den Wegfall der Selbstkontrolle der österreichischen Presse entsteht und betont, er werde sich auch weiterhin um das Zustandekommen eines verbesserten "Kontrollorgans der österreichischen Presse bemühen".

 

25. Juni 2002: Mandlbauer ab 2003 "OÖN"-Chefredakteur

Bei den "Oberösterreichischen Nachrichten" ("OÖN") steht ein Wechsel in der Chefredaktion an. Chefredakteur Hans Köppl wird mit 30. Juni 2003 in den Ruhestand treten. Nachfolger wird Gerald Mandlbauer, derzeit stellvertretender Chefredakteur und Leiter des Wirtschaftsressorts. Außerdem wird bei den "OÖN" im Zusammenhang mit dem Neubau der Druckerei in Pasching ein Relaunch geplant.

 

26. Juni 2002: Print Oscars vergeben

Die besten Anzeigen des Jahres werden vom VÖZ mit den "Print Oscars 2002" ausgezeichnet. Mit den Trophäen dankt der VÖZ bereits zum 20. Mal der österreichischen Werbewirtschaft für ihr "in Print erwiesenes Vertrauen". Zum Abschluss der Verleihungs-Gala wird die Agentur Demner, Merlicek & Bergmann mit dem Sonderpreis "20 Jahre Print Oscar" ausgezeichnet: D,M&B hat seit Bestehen des Wettbewerbs 18 - und somit die meisten - Print Oscars für sich entschieden. Die zweit platzierte Lowe GGK trennt nur ein Print Oscar vom Sieger der Jubiläumswertung. Bei der Wertung 2002 hat CCP,Heye mit zwei Trophäen die Nase vorn.

 

1. Juli 2002: Führungswechsel bei der "Neuen Vorarlberger"

In der "Neuen Vorarlberger Tageszeitung", die zum Vorarlberger Medienhaus von Eugen A. Russ gehört, kommt es zum Führungswechsel. Chefredakteur, Geschäftsführer und Herausgeber Ulrich Stock, der vor einem Jahr Norbert J. Freuis nachgefolgt ist, tritt den Chefposten an den früheren "Krone"-Journalisten Robert Thoma ab. Die vor einem Jahr begonnene Neuausrichtung der neben den "Vorarlberger Nachrichten" zweiten Tageszeitung im Ländle werde fortgesetzt und deren Marktposition weiter ausgebaut. Darüber hinaus feiert die Tageszeitung ihren 30. Geburtstag.

 

2. Juli 2002: Springer trennt sich vom "Sportmagazin"

Der Axel Springer Verlag trennt sich rückwirkend zum 1. Jänner 2002 von seiner 51-Prozent-Beteiligung am österreichischen Sportmagazin Verlag ("Sportmagazin", "Sportwoche"). Als Grund wurde die hohe Konzentration am österreichischen Zeitschriftenmarkt genannt: Dadurch gebe es "keine realistische Perspektive, die auf Dauer erforderliche Marktführerschaft zu erreichen". Alleinige Eigentümerin ist nun die Mambo Privatstiftung von Verlagsgründer Herbert Pinzolits. Bei der "Tiroler Tageszeitung", wo Springer 65 Prozent hält, werde der deutsche Medienkonzern weiter an Bord bleiben, wurde betont.

 

10. Juli 2002: ZiS zieht Bilanz

Eine Rekordbilanz für das Schuljahr 2001/2002 vermeldet der Verein "Zeitung in der Schule" ("ZiS"). Über 74.000 Schüler haben demnach an Projekten teilgenommen. "Das sind um 13.800 mehr als im Schuljahr 2000/2001", so "ZiS"-Geschäftsführerin Elisabeth Böhm. Bereits Volksschüler haben sich nach dem Motto "Früh übt sich, wer ein Zeitungsleser werden will" beteiligt.

 

22. Juli 2002: Neuerungen bei "Wiener Zeitung"

Neuerungen stehen bei der "Wiener Zeitung" an. Mitte August wird das Team des Traditionsblattes in Wien vom Stammhaus am Rennweg umziehen und dann am Wiedner Gürtel logieren. Auch die Tochterunternehmen - Digitale Publikationen (Amtsblätter) sowie Internet-Töchter - werden im neuen Haus unterkommen. Darüber hinaus fährt die "Wiener Zeitung" einen Sparkurs, so Geschäftsführer Karl Schiessl. Gespart werde demnach in den Bereichen Logistik und Druckvorstufenbereich, Personalinvestitionen wurden dagegen in die Internet-Aktivitäten getätigt.

 

22. Juli 2002: Änderung in "VN"-Chefredaktion

Bei den "Vorarlberger Nachrichten" kommt es zu einer personellen Veränderung in der Chefredaktion. Die Rolle des blattverantwortlichen Chefredakteurs der "Vorarlberger Nachrichten" ("VN") im Vorarlberger Medienhaus übernimmt Christian Ortner. Ortner wird - neben Kurt Horwitz und Eugen A. Russ - drittes Mitglied der Chefredaktion. Horwitz wechselt in das Wiener Büro der "VN" und bleibt weiter Mitglied der Chefredaktion. Mit Michael Gasser und Marianne Mathis gibt es auch zwei neue Stellvertreter. Generell verfolge man bei den "VN" das Ziel, "noch mehr auf die Leser zuzugehen und sie letztlich in den Mittelpunkt zu stellen, und noch mehr Information und Unterhaltung ins Blatt zu rücken", so "VN"-Chef Russ. Ortner ist seit 1. April 2001 im Vorarlberger Medienhaus und war bisher Assistent der Geschäftsleitung mit Schwerpunkt Redaktionen.

 

24. Juli 2002: "Nichtraunzer"-Kampagne

Die flaue Konjunktur und die schlechte Wirtschaftslage sind in aller Munde. Zu Unrecht, meint die heimische Werbewirtschaft. Sie möchte ein Signal gegen das "Raunzen" in Österreich setzen und startet eine breit angelegte "Nichtraunzer"-Kampagne. ORF, Privatrundfunkverstanstalter, Plakatwirtschaft und Printmedien helfen, die Kampagne sichtbar zu machen.

 

14. August 2002: Punktation zur Presseförderung neu

ÖVP und FPÖ einigen sich auf Rahmenbedingungen für eine Reform der Presseförderung. Eine entsprechende Punktation beschließt der Ministerrat. Demnach wird bis spätestens 2005 die Werbeabgabe entfallen sowie der Zugang zu Postvertriebssystemen für Medienunternehmen freigegeben. Im Gegenzug soll die Presseförderung an die neuen Rahmenbedingungen angepasst und die derzeitige Höhe der Subvention reduziert werden. Als Betrag, der für die Presseförderung neu zur Verfügung stehen soll, wird eine mögliche Summe von Euro 13 Millionen genannt. Nach dem Bruch der schwarz-blauen Koalition und der damit verbundenen Neuwahl müssen die Pläne freilich einmal mehr aufgeschoben werden.

 

14. August 2002: Presseförderung 2002 beschlossen

Neben der Punktation für die Presseförderung neu beschließt der Ministerrat auch die Allgemeine und die Besondere Presseförderung für 2002. Sechs Tageszeitungen erhalten demnach Besondere Presseförderung aus dem mit knapp Euro 7,6 Millionen dotierten Topf. Wegen der gesetzlichen Bindung werden wieder drei Prozent der Fördersumme einbehalten. Der exakte Auszahlungsbetrag beläuft sich deshalb auf Euro 7,365.210. Die Besondere Presseförderung, die der Medienvielfalt dient und selektiv nach bestimmten Kriterien vergeben wird, verteilt sich im Jahr 2002 wie folgt: "Die Presse" erhält Euro 2,189.982,70, die "Kärntner Tageszeitung" Euro 1,699.506,30, das "Neue Volksblatt" Euro 1,151.605,70, die "Neue Vorarlberger Tageszeitung" Euro 1,053.688,20, die "Salzburger Volkszeitung" Euro 922.857,10 und das "WirtschaftsBlatt" Euro 347.570. Das Ansuchen der "Salzburger Nachrichten" wird abgelehnt, "Der Standard" kommt auch heuer nicht in den Genuss der Besonderen Presseförderung. Neben der Besonderen Presseförderung wird auch die Allgemeine Presseförderung vergeben. Dabei gehen Förderbeträge an alle heimischen Tageszeitungen sowie an verschiedene Wochenzeitungen, Presseclubs und Journalistenausbildungseinrichtungen. Insgesamt werden unter diesem Titel 2002 rund Euro 6,2 Millionen ausbezahlt. Alles in allem waren 2002 Euro 16 Millionen an Presseförderung budgetiert, für die Besondere, die nach dem Gesetz der Erhaltung der Medienvielfalt dient, waren ursprünglich Euro 9,3 Millionen vorgesehen. Dieser Betrag wurde in der Folge allerdings um jene zwei Millionen Euro reduziert, die in der Vergangenheit an die Grazer Tageszeitung "Neue Zeit" gegangen waren.

 

28. August 2002: Wenig Hoffnung auf Aufschwung

Schlechte Aussichten attestiert die heimische Werbewirtschaft ihrer eigenen Branche für den Rest des Jahres 2002. Wie aus dem "Werbebarometer", einer Befragung von Focus Media Research im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich, hervorgeht, rechnen 31 Prozent der Branchenteilnehmer mit einem Rückgang der Werbeaktivitäten im 4. Quartal 2002. Nur 22 Prozent können sich dagegen eine Steigerung vorstellen. Angesichts dieser Einschätzungen könne man durchaus von einem "Katastrophenjahr" für die österreichische Werbung sprechen, so Klaus Fessel von Focus. Besonders wenig Chancen auf ein Plus der Werbeaktivitäten sehen die Befragten für die elektronischen Medien und den Printsektor.

 

29. bis 31. August 2002: Alpbacher Mediengespräche

Die "Grenzen des Wachstums" in der Medienbranche stehen im Mittelpunkt der Alpbacher Mediengespräche. Die Lust an Fusionen, wie sie in den vergangenen Jahren vorgeherrscht hat, sei mit dem Konjunktureinbruch zwar abgeflaut, so ein Grundtenor der Vorträge, dennoch sei nicht mit einer Besinnung auf kleinere Einheiten zu rechnen, Konzentrationstendenzen würden auch in Zukunft die Entwicklung prägen. Merklich ernüchtert zeigten sich die großen Medienunternehmen, nachdem der Boom der "New Economy" abgeflaut ist. Während in den vergangenen Jahren die "Neuen Medien" und Schlagworte wie "Konvergenz" oder "Interaktivität" in aller Munde waren, besinnt man sich nun wieder auf die Kernkompetenzen. Weniger euphorisch als noch vor einigen Jahren, aber nicht aussichtslos schätzten Medienexperten die Potenziale des Internet ein.

 

3. September 2002: Anzeigenportal "derMarkt.at"

Eine gemeinsame Plattform für Kleinanzeigen in den Bereichen Jobs, Immobilien und Autos lancieren heimische Zeitungen im Internet unter "www.derMarkt.at". Das Angebot vereint jährlich rund 650.000 Anzeigen und sei somit das größte gemeinsame Anzeigenportal Österreichs. Initiatoren sind die "Vorarlberger Nachrichten", die "Tiroler Tageszeitung", die "Oberösterreichischen Nachrichten", die "Salzburger Nachrichten", die "Kleine Zeitung", die "Presse" sowie der Online-Dienstleister Teleport, der zum Vorarberger Medienhaus von Eugen A. Russ gehört. Die beteiligten Zeitungen werden ihre Online-Anzeigen-Angebote einstellen und einen Link zu "derMarkt.at"setzen. "Insellösungen" seien nicht mehr zeitgemäß, man müsse versuchen, "näher zusammen zu rücken", hieß es. Die User haben über "derMarkt.at" Zugriff auf sämtliche Stellen-, Immobilien- und Motor-Kleinanzeigen, die in den beteiligten Zeitungen geschalten werden. Weitere Einnahmequelle soll die Vermarktung des Portals selbst sein, etwa mit Bannern und Advertorials. Für 2003 peilt man einen Umsatz von Euro 3 Millionen an. Das Wachstumspotenzial für Kleinanzeigen schätze man trotz der derzeitigen Talsohle "konservativ" mit zehn bis 15 Prozent "über das Jahr" ein.

 

5. September 2002: Urheberrechtsgesetz sorgt für Unmut

Für Unmut bei den heimischen Zeitungsverlegern sorgt ein Passus im Ministerialentwurf zur Novelle des Urheberrechtsgesetzes. Konkret stößt man sich an einem Paragrafen zur Medienbeobachtung, der die Verbreitung von Zeitungsartikeln "im Rahmen der Freiheit der Meinungsäußerung" überwiegend freistellt. Für VÖZ-Generalsekretär Walter Schaffelhofer stellt dies einen "starken Einschnitt in die Rechte der Verleger" dar. Die geplante Regelung gehe weit über die bisherige Bestimmung, die im Wesentlichen die Vervielfältigung von Artikeln zum Eigengebrauch erlaubt, hinaus. Eine auch um diese umstrittene Regelung "abgespeckte" Novelle wurde zwar vom Ministerrat beschlossen, durch die Auflösung des Nationalrates wird sie aber nicht mehr verabschiedet.

 

5. September 2002: MA-Zwischenbericht

Überwiegend stabil sind die Leserzahlen für die heimischen Printmedien im ersten Halbjahr 2002 gewesen. Dies geht aus dem Halbjahresbericht der Media-Analyse hervor. Die österreichischen Tageszeitungen hatten demnach eine Nettoreichweite von 73,9 Prozent, was 4,96 Millionen Lesern entspricht. Dies ist zwar geringer als im ersten Halbjahr 2001 (75,1 Prozent), stellt aber keinen statistisch signifikanten Rückgang dar.

 

11. September 2002: Anschläge verstärkten Einbruch

Auf Talfahrt stehen die Zeichen in der heimischen und internationalen Werbekonjunktur seit dem Vorjahr. Die Terroranschläge am 11. September 2001 haben diesen Trend allerdings nicht ausgelöst, sondern "nur" verstärkt, so die einhellige Einschätzung in der Branche ein Jahr nach den Terrorattacken. Allerdings hat sich der Einbruch schon im späten Frühjahr 2001 abgezeichnet. Psychologisch aber hat "9/11" nachhaltige Spuren hinterlassen. Der Einbruch in nüchternen Zahlen: Im Jahr 2001 ging der Werbeaufwand in Österreich um 0,4 Prozent zurück, im ersten Halbjahr 2002 betrug das Minus 3,8 Prozent. Keine Mediengattung blieb von diesem Trend verschont. In Deutschland spricht man schon längst von einer historischen Krise: Dort sanken die Werbeinvestitionen 2001 laut Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft um gut fünf Prozent. "Eine so negative Entwicklung hat es in vielen, vielen Jahren nicht gegeben", fasst Klaus Fessel von Focus Media Research die Lage zusammen.

 

12. September 2002: "News" feiert 10. Geburtstag

Die Info-Illustrierte "News" hat Geburtstag: Am 15. Oktober 1992 erschien die erste Ausgabe des Magazins. "Zehn Jahre nach dem Traum"sei "News" zu "einer Verlagsgruppe mit 14 Magazinen und insgesamt sechs Millionen Lesern" geworden, so Herausgeber Wolfgang Fellner. Die News-Gruppe wurde 2001 mit der Magazinfusion zum beherrschenden Marktplayer. Zum zehnjährigen Bestehen gibt der Verlag ein Buch heraus, das unter dem Titel "10 Jahre Österreich" das "'News'-Jahrzehnt" Revue passieren lässt.

 

16. September: Kampagne für Printwerbung

"Print bringt's" versichert eine groß angelegte Gemeinschaftskampagne des Verbands Österreichischer Zeitungen, die bis Februar 2003 die Vorteile der Printwerbung unterstreichen soll. "Die Anzeige" wird mit insgesamt 15 Sujets für unterschiedliche Branchen in den Mittelpunkt gerückt. Über 1.000 Mal sollen diese Sujets, entwickelt von der Werbeagentur CCP,Heye, insgesamt zum Einsatz kommen.

 

25. und 26. September 2002: Österreichische Medientage

Krisenstimmung herrscht weiter im Mediensektor. Doch das "Jammern" der Branche finde auf "relativ hohem Niveau" statt, so Eugen A. Russ vom Vorarlberger Medienhaus bei den Österreichischen Medientagen. "Wir sind ja im Großen und Ganzen eine verwöhnte Branche", meint auch Hans Gasser, Geschäftsführer der "Süddeutschen Zeitung" ("SZ"). Dennoch: Vor allem Qualitätszeitungen, die vom Boom der vergangenen Jahre besonders profitiert haben, müssten nun wirtschaftliche Rückschläge hinnehmen.

 

14. Oktober 2002: "TV-Woche" aus Berlin

Das Fernsehsupplement der Mediaprint ("Kronen Zeitung", "Kurier"), die "TV-Woche", wird nun in Berlin hergestellt. Die Presse-Programm-Service GmbH (PPS) mit Sitz in der deutschen Hauptstadt zeichnet für die Gesamtproduktion der "TV-Woche" verantwortlich. Auch die täglichen Fernsehseiten von "Krone" und "Kurier" kommen demnach aus Berlin. PPS, eine 100-prozentige Tochter des Springer Verlags, ist der führende deutschsprachige Anbieter für TV- und Radioprogramminfos. Die "TV-Woche" werde komplett in Berlin erstellt, hieß es - "sowohl der redaktionelle Mantel als auch das Programm selbst". Bisher war die "TV-Woche" im Nürnberger Medienverbund maul-belser, der zum Bertelsmann-Konzern gehört, produziert worden. Die "TV-Woche" hat eine Druckauflage von über 1,5 Millionen Exemplaren und rund 2,7 Millionen Leser.

 

21. Oktober 2002: VfGH-Erkenntnis zum Werbeabgabegesetz

Mit Erkenntnis vom 28. September kam der Verfassungsgerichtshof (VfGH) zu dem Ergebnis, dass die drei typischen Formen der Printmedien-Werbung - Anzeigenwerbung in Druckwerken, Werbung in Form von Beilagen zu Druckwerken und Direktverteilung von Prospekten - steuerlich gleich zu behandeln sind, teilt der VfGH am 21. Oktober mit. Die Werbeabgabe an sich sei aber, so das Höchstgericht, verfassungskonform. Der Gesetzgeber, argumentieren die Verfassungsrichter, "ist verhalten, bei der Umschreibung und konkreten Ausgestaltung des Abgabentatbestandes die allgemeinen Schranken des Gleichheitsgrundsatzes zu beachten. Dieser verbietet nach ständiger Rechtssprechung des Verfassungsgerichtshofes [...] wesentlich Gleiches ohne sachliche Rechtfertigung ungleich zu behandeln". Das heißt im konkreten Fall Werbeabgabe: Es sei "keine Rechtfertigung dafür zu sehen, die Prospektwerbung zwar der Abgabepflicht zu unterwerfen, wenn die Prospekte einem Druckwerk beigelegt und gemeinsam mit diesem veröffentlicht werden, sie jedoch auszunehmen, wenn die Prospekte unabhängig von anderen Druckwerken selbständig verteilt werden und die Werbebotschaft auf diese Weise veröffentlicht wird". Eine Differenzierung in der Besteuerung des Aufwandes für Printmedien-Werbung "je nach der gewählten Verteilungsform ist nach dem Gesagten sachlich nicht gerechtfertigt und widerspricht dem auch den Gesetzgeber bindenden Gleichheitssatz".

 

29. Oktober 2002: Für einen unabhängigen Presserat

Bei einem Hintergrundgespräch zwischen Vertretern des VÖZ und der Gewerkschaft Druck, Journalismus, Papier (DJP) einigte man sich, dass der Presserat als Institution der Selbstkontrolle für beide Seiten unverzichtbar ist. Verhärtete Positionen - entstanden aus Missverständnissen und unterschiedlichen Auffassungen - wurden dadurch beseitigt. Die Sozialpartner einigten sich auf eine gemeinsame Arbeitsgruppe, welche die Grundlage für einen neuen unabhängigen Presserat erstellen soll. Ziel ist ein Trägerverein, in dem österreichische Zeitungen, Magazine und Zeitschriften durch Herausgeber und Journalisten vertreten sein sollen. Die Entsendung obliegt den bisherigen Trägerverbänden (VÖZ, DJP, ÖZV, Concordia).

 

31. Oktober 2002: Kurier wird "subregional"

Mehr Berichterstattung aus den Wiener Bezirken gibt es künftig im "Kurier". Die Tageszeitung wird täglich eine "subregionale" Seite im Rahmen der Wien-Berichterstattung im Chronik-Teil enthalten. Mutiert werden je nach Verbreitungsgebiet die Regionen Wien Innen, Wien Nord, Wien West und Wien Süd. Seit fünf Jahren habe sich dieses Konzept bereits in Niederösterreich bewährt. Neben dem zusätzlichen Nutzen für die Leser hat man beim "Kurier" auch ein neues Anzeigenkunden-Segment im Visier. Ebenfalls aufgewertet hat zuletzt die "Kronen Zeitung", mit dem "Kurier" über die gemeinsame Tochter Mediaprint und den gemeinsamen Miteigentümer "WAZ" verbunden, ihre Wien-Berichterstattung.

 

31. Oktober 2002: Medienpolitik im Wahlkampf

Die Nationalratswahl am 24. November 2002 wirft ihre Schatten auch auf die Medienpolitik. Im Rahmen der Wahlprogramme der Parteien werden die verschiedenen Positionen präsentiert:

Die SPÖ will etwa die Werbebeschränkungen für den ORF wieder aufheben, sollte sie nach den Wahlen Regierungsverantwortung übernehmen. Insgesamt will man die "audiovisuelle Wirtschaft in Österreich fördern" und eine "Initiative 'Medien- und Informationsfreiheit' verwirklichen". Im Kontext dieser "Initiative" sei auch eine Reform der Presseförderung vorgesehen.

Das ÖVP-Wahlprogramm stellt die "Digitalisierung der elektronischen Medien" und eine "Stärkung des Medienstandortes Österreich" in den Mittelpunkt. Im Printbereich tritt die ÖVP weiterhin für eine Reform der Presseförderung ein, "um in einer wirtschaftlich angespannten Phase Impulse zu geben". Ansätze: "Qualitätsförderung und Zukunftssicherung", "Ausgleichung von Wettbewerbsverzerrungen in der Medienlandschaft" sowie "Erhaltung der regionalen Vielfalt der Tageszeitungen". Die Werbeabgabe soll "spätestens 2004" abgeschafft werden.

Vier Punkte umfasst das Grüne Wahlprogramm. Die Grünen treten für die "Unabhängigkeit des ORF", für die Unterstützung von Freien Medien, Presse- und Publizistikförderung sowie eigene Posttarife für Printmedien ein. Im Printbereich fordern die Grünen Medienvielfalt, die durch die Presse- und Publizistikförderung geschaffen und erhalten werden soll. Marktbeherrschende Publikationen sollen "nicht automatisch" gefördert werden. Beim Stichwort Posttarif nennt das Wahlprogramm als Fördermaßnahme spezielle Tarife, die "auch für kleine Publikationen leistbar sind".

Keine Aussagen zu medienpolitischen Grundsätzen macht die FPÖ in ihrem Wahlprogramm.

 

14. November 2002: Werbesteuer auch für Direktwerbung

Der Verfassungsgerichtshof stellt fest, dass auch unadressierte Prospektwerbung, also etwa Postwurfsendungen, werbesteuerpflichtig ist. Anlass für die Entscheidung war die Beschwerde einer Zeitung: Sie sah eine Ungleichbehandlung von Werbeträgern, da Prospekte, die Printmedien beigelegt sind, steuerpflichtig sind, Direktwerbung aber nicht. Die Beschwerde zielte gegen die Steuerpflicht für Beileger - der VfGH aber urteilte anders: Auch Postwurfsendungen "an einen Haushalt" sowie Prospekte, die an der Wohnungstür landen, müssten von der Werbeabgabe erfasst sein.

 

19. November 2002: Zeitung empfiehlt sich als Werbeträger

Effiziente Markenwerbung sollte keinesfalls auf Printanzeigen verzichten: Denn die Zeitung als Trägermedium für die Botschaften der Markenartikler kann "kurzfristig fast die gesamte Bevölkerung" erreichen. Das erklärt Hans-Jürgen Hippler von der deutschen Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG) beim VÖZ-Symposium "Print Akademie" zum Thema "Media macht Marken". Für das "Werben im Gegenwind" wirbt dabei Volker Nickel, Geschäftsführer im Zentralverband der deutsche Werbewirtschaft (ZAW). Gerade in konjunkturell flauen Zeiten müsse aktiv an einer Marke gearbeitet werden. Nickel beruft sich auf eine aktuelle Studie von Gruner+Jahr, IP Deutschland und Boston Consulting Group, wonach verstärkte Werbung im Konjunkturtief besonders effektiv sein könne.

 

23. November 2002: 10 Jahre IPI in Wien

Das International Press Institute (IPI) feiert ein rundes Jubiläum: Vor zehn Jahren schlug die internationale NGO ihr Hauptquartier in Wien auf. Direktor ist seitdem Johann P. Fritz, früherer langjähriger Geschäftsführer der "Presse". Als globales Netzwerk von Tageszeitungen, Magazinen, Radio- und TV-Stationen sowie Nachrichtenagenturen versteht sich das IPI als "Watchdog" für die Pressefreiheit. Es hat Mitglieder in über 115 Staaten.

 

25. November 2002: Neuer KV für kaufmännisches Personal

Für die rund 2.600 Angestellten der österreichischen Tages- und Wochenzeitungen wird ein neuer Kollektivvertrag abgeschlossen. Dieser tritt mit 1. Jänner 2003 in Kraft und gilt bis 31. Dezember 2007. Die größten Änderungen gibt es für ab 2003 neu Eintretende, außerdem werden Übergangsbestimmungen wirksam. Wesentliche Neuerungen betreffen unter anderem die Quinquennien: Die fünfjährigen Gehaltssprünge werden künftig abgeflacht. Das erste Quinquennium beträgt acht Prozent in vier Jahresschritten zu je zwei Prozent, das zweite bis siebente Quinquennium macht sechs Prozent aus, ab dem 60. Lebensjahr fällt kein Quinquennium mehr an. Der Urlaubsanspruch ist fortan mit maximal 36 Tagen festgelegt. Das 15. Monatsgehalt wird für neu eintretende Arbeitnehmer abgeschafft. Für bisher Beschäftigte sind Übergangsregelungen vorgesehen.

 

27. November 2002: Thomas Chorherr wird 70

Thomas Chorherr, langjähriger früherer Chefredakteur der "Presse" und von 1995 bis 2000 Herausgeber der Zeitung, feiert einen runden Geburtstag. Der Doyen der heimischen Medienlandschaft wird 70 Jahre alt. Erst kurz vor seinem Geburtstag wurde er von Bundespräsident Thomas Klestil mit dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse ausgezeichnet.

 

28. November 2002: APA und pte legen Content-Streit bei

Der "Content-Streit" zwischen der Austria Presse Agentur und dem Internet-Dienst pte endet mit einem gerichtlichen Vergleich. Die APA hatte pte im September 2000 wegen der Praxis geklagt, Meldungen oder Fotos, für die man keine Nutzungsrechte erworben hatte, zu verbreiten oder für das Archiv zu verwenden. Im Rahmen des Vergleichs verpflichtet sich pte gegenüber der APA, "es ab sofort und in Zukunft im geschäftlichen Verkehr zu Wettbewerbszwecken zu unterlassen, Agenturmeldungen und/oder Lichtbilder, an denen der beklagten Partei Nutzungsrechte und/oder Nutzungsbewilligungen nicht zustehen, ohne Genehmigung der Rechteinhaber zu veröffentlichen, zu verbreiten oder zum Abruf in einer Datenbank öffentlich bereitzuhalten". Im Gegenzug erklärt die APA, dass pte "jene Praxis, die im Herbst 2000 zur Klagsführung" durch die APA geführt hatte, "nach der Beobachtung der klagenden Partei nicht mehr pflegt, daher der anhängige Content-Streit durch Vergleich beendet werden konnte und aus Sicht der klagenden Partei kein Anlass für weitere wettbewerbsrechtliche Auseinandersetzungen besteht".

 

28. November 2002: Internet-Nutzung erreicht 50 Prozent-Marke

Die Internet-Nutzungsrate in Österreich erreicht die 50-Prozent-Marke: Jeder zweite Österreicher über 14 surft bereits im Netz. Dies ist das Ergebnis einer Erhebung der Marktforschungsinstitute INTEGRAL und Fessel-GfK im Rahmen des Austrian Internet Monitors (AIM). Damit hat sich die Zahl der Web-Sufer auf insgesamt 3,31 Millionen seit 1999 in etwa verdoppelt. 2,55 Millionen Österreicher steigen bereits mehrmals pro Woche ins Netz ein. 55 Prozent der Websurfer geben als Hauptnutzung die Infosuche an.

 

4. Dezember 2002: "IQ" kämpft für Qualität

Die Bemühungen um mehr Qualität im österreichischen Journalismus erhalten einen neuen Impuls: Mit geändertem Namen und neuem Arbeitsprogramm wendet sich der "Verein zur Förderung der Qualität im Journalismus" nach zweijährigem Bestehen an die Branche. Anlässlich der Generalversammlung in Salzburg wird beschlossen, künftig als "Initiative Qualität im Journalismus" ("IQ") für die Grundsätze eines qualitativ hochwertigen Journalismus einzutreten. Der stellvertretende Chefredakteur des "WirtschaftsBlattes", Engelbert Washietl, wird zum neuen Vorsitzenden gewählt, der Publizist Heinz Nußbaumer zum Sprecher bestellt.

 

5. Dezember 2002: VÖZ für Abschaffung der Werbesteuer schon 2003

Die rasche Abschaffung des "österreichischen Unikats einer Strafsteuer auf Werbung" fordert VÖZ-Präsident Franz Ivan anlässlich der Generalversammlung des Verbandes Österreichischer Zeitungen. Ivan appelliert an die künftige Bundesregierung und den neu gewählten Nationalrat, die Abschaffung der Werbesteuer bereits 2003 zu beschließen. Der Verleger-Präsident und "Presse"-Geschäftsführer äußert auch Kritik an der österreichischen Zustimmung zur Tabak-Werbeverbotsrichtlinie beim EU-Ministerrat Anfang Dezember. Das Medienjahr 2002 sei laut Ivan von der schlechten Konjunkturlage gekennzeichnet gewesen, die sich in einer rückläufigen Auflagenentwicklung und sinkenden Anzeigenvolumina ausgewirkt habe. "Wir befinden uns in einer Krisensituation, die aber auch Chancen bietet, die es zu nützen gilt. Die Talsohle dürfte erreicht sein, 2003 wird noch eine Durststrecke werden, die allmählich wieder nach oben führen sollte, wenn man auf Konjunkturzyklen vertraut", bilanziert Ivan. Positiv kommentiert der VÖZ-Präsident den Abschluss des neuen Kollektivvertrags für die kaufmännischen Angestellten. Julius Kainz und Werner Schrotta werden anlässlich der VÖZ-Generalversammlung in Anerkennung ihrer Verdienste um den Verlegerverband zu Ehrenpräsidenten ernannt.

 

5. Dezember 2002: Ertl neuer Vorsitzender der Katholischen Publizisten

Josef Ertl, stellvertretender Chefredakteur der "Oberösterreichischen Rundschau", wird neuer Präsident des Verbandes Katholischer Publizisten Österreichs. Er folgt in dieser Funktion Hans Winkler, stellvertretender Chefredakteur und Leiter des Wiener Büros der "Kleinen Zeitung", nach, der den Verband sechs Jahre geleitet hat.

 

12. Dezember 2002: Design-Preise für Zeitungen

Insgesamt fünf "Awards of Excellence" gehen beim internationalen Zeitungsdesign-Preis European Newspaper Award an österreichische Titel. Das "WirtschaftsBlatt" und die "Tiroler Tageszeitung" werden in der Kategorie Titelseite ausgezeichnet, die "Kleine Zeitung" in der Spezialkategorie zu den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City, und die "Vorarlberger Nachrichten" erhalten Awards in der Kategorie Infografik und einer weiteren Spezialkategorie zu Klimaveränderung/Hochwasserkatastrophe. Die "Hauptpreise" für "Europas bestgestaltete Zeitungen" gehen an zwei norwegische Titel ("Tönbergs Blad" und "Bergens Tidende"), die griechische Zeitung "Ta Nea" und die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Einen Sonderpreis der Jury erhält "DNA", ein Supplement von "Diario de Noticias" (Lissabon).

 

30. Dezember 2002: Thurnher erhält Renner-Preis

"Falter"-Chefredakteur Armin Thurnher wird mit dem mit 7.000 Euro dotierten Dr. Karl Renner-Publizistikpreis 2002 ausgezeichnet. Thurnher ist seit 14 Jahren Chefredakteur des "Falter" und publiziert in zahlreichen in- und ausländischen Medien.

 

31. Dezember 2002: Springer trennt sich von "Tiroler Tageszeitung"

Die "Tiroler Tageszeitung" ("TT") steht ab Jänner 2003 wieder zu 100 Prozent in österreichischem Eigentum: Der deutsche Axel Springer-Verlag, der seit 1989 an dem Blatt beteiligt war, trennt sich "aufgrund konzernstrategischer Überlegungen im Rahmen der Überprüfung seines Beteiligungsportfolios" von seinem 65 Prozent-Anteil. Übernommen werden die Anteile zunächst von der Erbengemeinschaft Familie Moser, die damit wieder Alleineigentümer ist, aber wieder einen strategischen Partner suchen will. Mit der Veränderung in der Gesellschafterstruktur bei der Moser Holding AG kommt es auch zu einem Wechsel an der operativen Spitze der Firmengruppe. Josef Propst (53) scheidet als Vorstandsvorsitzender aus; ihm folgt als Alleinvorstand Hermann Petz (41), seit 1990 im Unternehmen und seit 1997 Mitglied des Vorstandes.

 

Johannes Bruckenberger

Der Beitrag wurde im Jahrbuch "PRESSE 2002" veröffentlicht.