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WERBEDRUCK UND MARKTENTWICKLUNG

Das Werbejahr 2010

Im Rückblick auf 2009 zeigte die wirtschaftliche Entwicklung des Vorjahres eine spürbare Erholung, was sich auch in der Focus Werbebilanz 2010 widerspiegelt, die ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Aufschwung verzeichnen kann.

Die Bruttowerbeaufwendungen in ihrer Gesamtheit bzw. der Werbedruck, also die Werbeausgaben laut Preislisten nach Erhebungen des Focus Instituts, haben gegenüber 2009 brutto um 7,6 Prozent auf 3,67 Milliarden Euro zugelegt. Im Bereich der klassischen Werbung bedeutet dies im Vergleich zum Jahr 2009, dass die Spendings brutto um 7,8 Prozent auf 2,99 Milliarden angewachsen sind.

 

Im zweistelligen Prozentbereich legen die Brutto-Werbespendings im Segment der klassichen Medien zu, nämlich beim Kino um 24,3 Prozent, bei TV Privat um 20,6 Prozent, bei Regionale Wochenzeitungen um 19,4 Prozent und bei den Gelben Seiten um 17,5 Prozent. Aber auch die Tageszeitungen wachsen nominell mit 9,3 Prozent über dem Markt.

 

Die Werbekonjunktur hat sich 2010 wieder gebessert, allerdings ist der Rückhalt des privaten Konsums noch schwach ausgeprägt. Durch die schwache Reallohnentwicklung blieben nämlich die privaten Haushalte im Jahr 2010 trotz der Konjunkturerholung bei ihren Konsumausgaben zurückhaltend. Das ist eine Entwicklung, die angesichts der budgetären Konsolidierungsmaßnahmen und steigender Inflation noch bis 2012 anhalten könnte.

 

Werbedruck und Marktanteile

 

Bei den Marktanteilen der einzelnen Mediengattungen kam es auch im Jahr 2010 zu keinen wesentlichen Veränderungen, Stabilität kennzeichnet den österreichischen Werbemarkt. Mit Abstand größter Werbeträger waren auch 2010 die Printmedien, die einen Anteil von 55,6 Prozent an den klassischen Werbeaufwendungen erzielten und damit ihre Position als klare Nummer eins halten konnten.

 

Insgesamt betrugen die Brutto-Werbespendings in den Printmedien im Vorjahr 1,66 Milliarden Euro. Innerhalb des Segments waren auch 2010 die Tageszeitungen mit 937 Millionen Euro der größte Werbeträger, die Magazine konnten 343 Millionen Euro auf sich verbuchen, die Regionalen Wochenzeitungen 270 Millionen Euro.

 

Das Fernsehen als zweitgrößter Werbeträger kam auf 675 Millionen Euro, gefolgt von der Außenwerbung mit 196 Millionen Euro und dem Hörfunk mit 181 Millionen Euro. 

 

Auch im Vorjahr konnten die privaten Programmanbieter im Fernsehen höhere Zuwächse einfahren als der ORF. Im Bereich der Wachstumswerte 2009/2010 ist zu beachten, dass Online aufgrund einer geänderten Melderunde ausgenommen ist, zweifelsfrei aber zu den am stärksten und sicher auch am schnellsten wachsenden Medien zählen. Trotz Wachstum liegt ihr Anteil an der klassischen Werbung 2010 allerdings erst bei 4,5 Prozent. Dabei ist zu Bedenken, dass Focus Media Research im Segment Online nur Spendings erhebt, die sich auf klassische Online-Werbung wie Banner, Display oder Bewegtbild beziehen.

 



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