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FAST-VERDOPPELUNG DER TV-WERBEZEIT IN ÖSTERREICH WÄRE ABERWITZIG

VÖZ lehnt Ausweitung der ORF-Werbezeiten kategorisch ab

(2011-09-29) Der Vorstand des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ) lehnt eine Ausweitung der ORF-Werbezeiten kategorisch ab. Die von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz in seinem Bewerbungskonzept geforderte Ausdehnung der Werbemöglichkeiten und die von ORF-Enterprise-CEO Franz Prenner bezifferte Erhöhung von zusätzlich 36 Minuten täglich wäre ein Anschlag auf das duale System in Österreich.

Der ORF als öffentlich-rechtlicher Sender ist mit 42 Minuten TV-Werbezeit täglich bereits jetzt im internationalen Vergleich üppig ausgestattet. Daher ist der Status quo weiterhin strikt aufrecht zu erhalten und darf keinesfalls aufgeweicht werden, stellt der VÖZ-Vorstand fest. Vor dem Hintergrund des europäischen Trends, öffentlich-rechtliche Anstalten werbefrei zu halten, wäre eine Fast-Verdoppelung der Werbezeit in Österreich aberwitzig.

 

Medienkooperationen: Transparenz bei Eigentumsverhältnissen erforderlich

 

Im Zusammenhang mit der laufenden Diskussion für Transparenz bei Medienkooperationen, Werbeaufträgen und Förderungen durch öffentliche Stellen und staatsnahe Unternehmen unterstützt der VÖZ den Vorschlag, auch Transparenz hinsichtlich der tatsächlichen Beteiligungsverhältnisse herzustellen. Denn erst die Kenntnis über den wahren wirtschaftlichen Eigentümer eines Medienunternehmens lässt eine abschließende Beurteilung von Vertragsverhältnissen zwischen Medienunternehmen und Auftraggebern aus der staatlichen Einflusssphäre zu. Hierbei ist es unerlässlich, gerade auch aus dem Firmenbuch nicht ersichtliche Informationen wie stille Beteiligungen, Treuhandkonstruktionen und Stiftungskonstruktionen offenzulegen, stellt der Verband fest.



© Shutterstock / Gunnar Pippel
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