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LANGJÄHRIGER VÖZ-PRESSESPRECHER GEHT IN PENSION

VÖZ dankt Hannes Schopf für 12 Jahre unermüdlichen Einsatz

(2012-01-26) Über 100 Freunde, Mitstreiter, Weggefährten und Kollegen kamen gestern, Mittwoch, zum Heurigen Zimmermann, um mit Hannes Schopf gemeinsam seinen Abschied zu feiern. Nach mehr als zwölf Jahren als Pressesprecher des Verbandes Österreichischer Zeitungen tritt Schopf seinen wohlverdienten Ruhestand an.

Unter den Festgästen waren unter anderem Niederösterreichs Landtagspräsident Hans Penz, der ehemalige Medien-Staatssekretär Franz Morak, VÖZ-Präsident Hans Gasser und seine Vorgänger Horst Pirker, Franz Ivan, Max Dasch und Herbert Binder sowie fast der gesamte Verbandsvorstand und zahlreiche Medienvertreter. 

 
Grünberger: "Du bist einer der Journalisten, die dieses Land so dringend braucht"

"Du bist einer der Journalisten, die dieses Land so dringend braucht: Hartnäckig, gewissenhaft, kritisch in deiner Arbeitsweise sowie präzise und treffsicher in deinen Formulierungen", würdigte Verbandsgeschäftsführer Gerald Grünberger Schopfs Wirken. Der 64-jährige Schopf leitete die Öffentlichkeitsabteilung des VÖZ über zwölf Jahre. Er vertrat die Zeitungsverleger darüber hinaus im Kuratorium für Journalistenausbildung und im Kuratorium für Presseausweise, außerdem ist er Vorstandsmitglied des Presseclub Concordia. "Lieber Hannes, ein aufrichtiges Dankeschön für viele gemeinsame berufliche Erlebnisse und deine loyale Unterstützung", schloss Grünberger.

 

Schaffelhofer: "Schopf ist Idealbesetzung eines Furche-Chefredakteurs"

 
"Furche"-Geschäftsführerin Gerade Schaffelhofer beschrieb Schopf als Idealbesetzung eines Chefredakteurs der "Furche": "Er nannte die Dinge beim Namen. Seine journalistischen Ambitionen galten der Differenzierung, der Verständigung und Toleranz. Klar, aber nicht großkotzig, engagiert, aber nicht missionierend, bewertend, aber nicht entmündigend waren seine Wortmeldungen." Schopf zählt zu den "Bedeutendsten, Konsequentesten und Unbeirrbarsten" seiner Branche, so Schaffelhofer. Die Wochenzeitung gab für ihren ehemaligen Chefredakteur eine Sonderausgabe der "Furche" in Zusammenarbeit mit dem VÖZ heraus, die an diesem Abend an die Gäste verteilt wurde.
 
Hannes Schopf dankte seinen Weggefährten für das Vertrauen, das sie ihm in all den Jahren entgegen gebracht haben. Seine Berufswahl, den Journalismus, habe er nie bereut: "Ich würde es heute wieder so machen. Meine Leidenschaft für die Zeitung ist nach wie vor ungebrochen. Mein erster Weg am Morgen führt mich weiterhin sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr, zum Postkasten, um die Zeitung zu holen – trotz aller anderen Möglichkeiten der Informationsbeschaffung." Schopf konnte sich auch einen Seitenhieb auf die heimische Medienpolitik nicht verkneifen: „Die Medienpolitik ist hierzulande ein Yeti -Phänomen. Ein Fabelwesen, für dessen Existenz mir bis heute kein Beweis unter gekommen ist.“ Es gebe nur ein paar Fußstapfen, die ihre Existenz andeuten.



© VÖZ / Alex Halada
© VÖZ / Alex Halada
Sonderausgabe der "Furche" für Hannes Schopf (Fotos dieses Abends: © VÖZ / Alex Halada)
Sonderausgabe der "Furche" für Hannes Schopf (Fotos dieses Abends: © VÖZ / Alex Halada)