Die Medienbehörde KommAustria untersagt dem ORF Facebook-Auftritte von Ö3, ZIB und anderen Sendungen. Seitens des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ) wird diese Entscheidung begrüßt. "Das ORF-Gesetz lässt keine andere Interpretation zu: Facebook und Co. sind für den ORF tabu", unterstreicht VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger.
Grünberger mahnt das öffentlich-rechtliche Medienunternehmen zur Gesetzestreue: "Der Spruch der KommAustria bestätigt die ohnehin unmissverständliche Gesetzeslage. Der ORF muss rasch alle seine Auftritte in den sozialen Medien restlos einstellen." Auch wenn die aktuelle Entscheidung der Medienbehörde nur für Facebook-Seiten gilt, wäre es aus Sicht des VÖZ "nur logisch" auch die ORF-Twitter-Aktivitäten einzustellen, so wie es die gesetzlichen Bestimmungen vorsehen.
Negative Auswirkungen auf gesamtösterreichische Werbeerlöse
Darüber hinaus haben die ausufernden Social-Media-Anstrengungen des ORF negative Auswirkungen auf die gesamtösterreichischen Werbeerlöse und die österreichische Online-Branche. Schließlich wird mit der Bespielung und der Bewerbung von Facebook und Twitter durch den ORF User-Traffic und damit in weiterer Folge potentielle Werbeeinnahmen an US-Konzerne umgeleitet: "Was der ORF bei der Fernsehwerbung kritisiert, sollte er nicht mit seinen Online-Aktivitäten fördern", so Grünberger abschließend.



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