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JUGENDFORSCHUNG

JIM-Studie 2005

Die Langzeituntersuchung zum Umgang von 12- bis 19-Jährigen mit Medien und Information zeigt für 2005 die stärkste Veränderung bei der Verbreitung von MP3-Playern.

70 Prozent der Jugendlichen hören täglich oder mehrmals pro Woche MP3-Dateien. 66 Prozent besiten einen eigenen MP3-Player, 2004 waren es noch 25 Prozent. MP3-Dateien werden damit - hinsichtlich ihrer Nutzungsfrequenz - ähnlich intensiv genutzt wie das Radio.  

 

Internet wird intensiver genutzt 

 

Jugendliche sind sehr aktive Internetnutzer. 70 Prozent geben an, täglich oder mehrmals pro Woche online zu sein (im Vorjahr waren es noch 58 Prozent). Internet ist für Jugendliche in erster Linie ein Kommunikationsmedium. 52 Prozent verschicken oder empfangen mehrmals pro Woche Emails, 41 Prozent nutzen einen Instant-Messenger und ein Viertel der Internetnutzer gibt an, regelmäßig Chatrooms zu nutzen. Chatrooms haben vor allem auf Jüngere eine große Anziehungskraft (12-13 Jahre: 32 Prozent, 18-19 Jahre 19 Prozent). Kontakte, die im Chatroom geknüpft wurden, führen zunehmend zu realen Begegnungen. 2005 werden solche Treffen von einem Drittel der Chatroom-Nutzer bestätigt, 2004 waren es noch 24 Prozent.

 

Handy ist das am weitesten verbreitete Medium unter Jugendlichen

 

Aktuell besitzen 92 Prozent der Jugendlichen ein eigenes Handy. Bereits 84 Prozent der 12- bis 13-Jährigen sind mit einem eigenen Mobiltelefon ausgestattet, wobei in dieser Altersgruppe mit einem Plus von 12 Prozent die höchste Steigerungsrate zu vermerken ist. Die wichtigste Funktion ist dabei nicht das Telefonieren, sondern das Versenden von SMS. Während das Interesse an Spielen, Logos und Klingeltönen abnimmt, gewinnt das Fotografieren mit dem Handy an Bedeutung. Die geringste Bedeutung sehen Jugendliche im Zugriff auf das Internet oder Fernsehen über das Handy.

 

Weiterhin großes Vertrauen in Tageszeitungen

 

Neben der Dominanz der elektronischen Medien finden weiterhin gedruckte Medien ihren Platz. Fast die Hälfte nutzt regelmäßig eine Zeitung und auch Bücher und Zeitschriften werden weiterhin gelesen. Zwar dominieren elektronische Medien bei Jugendlichen den Alltag, hinsichtlich Vertrauen und Glaubwürdigkeit setzen Jugendliche auf Zeitungen.

 

Information zur JIM-Studie 

 

Seit 1998 wird mit der JIM-Studie jährlich eine Basisuntersuchung zum Umgang von 12- bis 19-Jährigen mit Medien und Informationen durchgeführt. Die Daten aus dieser Langzeituntersuchung zeigen allgemeine Entwicklungen und Trends kontinuierlich auf und dienen als Basis für die Erarbeitung von Strategien und neuen Ansatzpunkten in den Bereichen Bildung, Kultur und Arbeit.

 

Die Studie steht auf der Website des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest zum Download bereit.



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