Die Triebfeder des Erfolges: Printmarken übertragen ihre Markenkraft ins Internet. Und die Zeitungen und Magazine können, wie Untersuchungen der Berliner Strategieagentur "diffferent" zeigen, ihre wichtigsten Stärken auch auf ihren Websites voll ausspielen. Danach sind, wie Melanie Krause, Unitleiterin bei "diffferent", betonte, Hochwertigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Aktualität jene wesentlichen Bewertungskriterien für Internetangebote, die auch die Stärke der Zeitungen und Magazine ausmachen.
Online-Angebote von Print haben die Nase vorn
Deutlich wurde bei den Untersuchungen: Die Zeitungen und Magazine transferieren ihre journalistische Kompetenz auch ins Internet, die Online-Angebote von Printmedien werden deutlich besser bewertet als andere Websites. Auch im Vergleich zu den Internetangeboten der Fernsehanstalten wurden die Printsites überwiegend besser beurteilt - lediglich beim Thema Aktualität liegen Print- und TV-Angebote im Netz gleichauf. Außerdem schaffen crossmediale Kampagnen hohe Aufmerksamkeit und eine bemerkenswerte Zuwendung zu den Inhalten.
Grundlage für die Wirkungserfolge crossmedialer Kampagnen ist, wie Karina Pelzl, Media Services Grouphead bei der Mediacom Vienna und Marcella Atria, Managing Director Online bei Beyond Interactive, aufzeigten, der Media-Mix-Gedanke. Einerseits baut integrierte Kommunikation effizient große Reichweiten auf, andererseits spinnt sie ein Netz rund um den Konsumenten und erreicht ihn so auf den unterschiedlichsten Rezeptionsebenen. Wird Crossmedia als multimediale und multirezeptive Kommunikation verstanden, dann führt es zum Erfolg, so die beiden Werberinnen.
Chemie-Riese BASF steigerte crossmedial sein Image-Profil
Wie crossmediale Kampagnen wirkungsvoll umgesetzt werden können, zeigte Anja Manouchehri vom Hamburger "Spiegel"-Verlag am konkreten Beispiel einer integrierten Kampagne im Jahr 2004 für den Chemie-Konzern BASF. Die Kampagne, welche sich an eine meinungsbildende Öffentlichkeit richtete, wurde im "Spiegel" und im "Manager Magazin" sowie auf den Websites der beiden Magazine geschaltet. Eine anschließende Befragung zeigte handfest, dass es durch die crossmediale Verknüpfung beider Medienkanäle zu gegenseitigen Verstärkereffekten gekommen ist und dass das Markenimage deutlich verbessert werden konnte. Auch "Die Zeit", so Benjamin Minack vom Hamburger Verlagshaus, setzt auf die Verknüpfung von Inhalten in Print und im Internet, weil sich durch die starke Print-Marke ein effektives crossmediales Angebot gestalten lässt.
"ÖWA plus" setzt neue Impulse
Für die Mediaplanung zählbar werden die Internetangebote der österreichischen Printmedien durch die "ÖWA plus", die in Kürze die ersten Zahlen veröffentlichen wird. Stephan Thurm, Präsident der Österreichischen Webanalyse (ÖWA) und Geschäftsführer Marketing/Verkauf beim Vorarlberger Medienhaus erläuterte den Teilnehmern, wie künftig soziodemografische Daten zu den Internetnutzern zur Verfügung stehen werden und welche Vorteile sich daraus für Marketing und Mediaplanung ergeben. Durch die "ÖWA plus" werde, so Thurm, auch ein wesentlicher Impuls für den österreichischen Online-Werbemarkt gesetzt.
Print Akademie: Media-Know-how auf hohem Niveau
"Crossmediale Erfolgsrezepte - Wie integrierte Kommunikation gelingt" war bereits das 16. Symposion, das von der Print Akademie des VÖZ veranstaltet wurde. Die Print Akademie versteht sich als Informations- und Diskussionsforum der Branche, die den fachlich fundierten Diskurs zwischen Kunden, Mediaplanern, Kreativagenturen und Verlagen fördert. Entsprechend richten sich die Symposien an die Zielgruppe der Werbekunden, Media- und Werbeagenturen, Mediaexperten, Marktforscher und Anzeigenkontakter.



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