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ÖSTERREICHISCHE PAPIERINDUSTRIE SUCHT AUSWEG AUS DER KRISE

Massive Auftragseinbrüche machen für 2009 pessimistisch

(2009-03-03) Massive Auftragseinbrüche und einen starken Produktionsrückgang im Jänner und Februar von bis zu minus fünfzig Prozent machen der österreichischen Papierindustrie trotz ihrer hohen internationalen Wettbewerbsfähigkeit schwer zu schaffen. "Das Preisniveau wird nach wie vor in fast allen Sortimenten als schlecht bezeichnet, die Ertragslage vieler Betriebe ist absolut unzureichend", erklärt Austropapier-Geschäftsführer Oliver Dworak.

Dabei haben praktisch alle Unternehmen frühzeitig auf die veränderte Marktsituation reagiert. In vielen Betrieben standen bereits vor Jahreswechsel Papiermaschinen still. Anpassungen sind unumgänglich geworden und betreffen nicht nur Produktionskapazitäten, sondern auch das Personal. Dabei sind die Unternehmen bemüht, hochqualifiziertes Stammpersonal auch weiterhin in Beschäftigung halten zu können.

 

Für Investitionen fehlen günstige Finanzierungsmöglichkeiten

 

Auch für das Gesamtjahr 2009 bleiben die Prognosen anhaltend pessimistisch, eine genaue Einschätzung erscheint derzeit aber noch nicht möglich. "Die Krise hat den Unternehmen leider auch die Investitionslaune gründlich verdorben: Wurde schon 2007 mit den geringsten Investitionen seit zwanzig Jahren ein Tiefpunkt in der österreichischen Papierindustrie erreicht, werden nun neue Projekte auf das absolut notwendige Minimum reduziert. Investitionen in die Erneuerung oder Erweiterung von Anlagen", so Dworak, "sind gestrichen oder zumindest auf unbestimmte Zeit verschoben."

 

Die Versorgung mit Liquidität ist auch in der Papierindustrie deutlich schwieriger geworden; betonte der Austropapier-Geschäftsführer. Dabei würde "das Vorziehen einzelner größerer Investitionen wesentlich zur Sicherung von Arbeitsplätzen beitragen, und die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit heimischer Standorte sichern. Dazu fehlen aber oft günstige Finanzierungsmöglichkeiten."

 

Klimaschutz darf nicht zum „Standortkiller" werden

 

In diesem Punkt und im Hinblick auf künftige energie- und klimapolitischen Rahmenbedingungen urgiert die Papierindustrie Flankenschutz seitens der Bundesregierung. Jedenfalls dürfe der Klimaschutz nicht zum Standortkiller werden. "Aufgrund ihrer Energie- und Exportintensität und ihrer Abwanderungsgefährdung fordert die Papierindustrie, dass sie ihre Zertifikate auf Basis von Energieeffizienz-Benchmarks kostenfrei erhält", sagte Dworak.