Dabei haben praktisch alle Unternehmen frühzeitig auf die veränderte Marktsituation reagiert. In vielen Betrieben standen bereits vor Jahreswechsel Papiermaschinen still. Anpassungen sind unumgänglich geworden und betreffen nicht nur Produktionskapazitäten, sondern auch das Personal. Dabei sind die Unternehmen bemüht, hochqualifiziertes Stammpersonal auch weiterhin in Beschäftigung halten zu können.
Für Investitionen fehlen günstige Finanzierungsmöglichkeiten
Auch für das Gesamtjahr 2009 bleiben die Prognosen anhaltend pessimistisch, eine genaue Einschätzung erscheint derzeit aber noch nicht möglich. "Die Krise hat den Unternehmen leider auch die Investitionslaune gründlich verdorben: Wurde schon 2007 mit den geringsten Investitionen seit zwanzig Jahren ein Tiefpunkt in der österreichischen Papierindustrie erreicht, werden nun neue Projekte auf das absolut notwendige Minimum reduziert. Investitionen in die Erneuerung oder Erweiterung von Anlagen", so Dworak, "sind gestrichen oder zumindest auf unbestimmte Zeit verschoben."
Die Versorgung mit Liquidität ist auch in der Papierindustrie deutlich schwieriger geworden; betonte der Austropapier-Geschäftsführer. Dabei würde "das Vorziehen einzelner größerer Investitionen wesentlich zur Sicherung von Arbeitsplätzen beitragen, und die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit heimischer Standorte sichern. Dazu fehlen aber oft günstige Finanzierungsmöglichkeiten."
Klimaschutz darf nicht zum „Standortkiller" werden
In diesem Punkt und im Hinblick auf künftige energie- und klimapolitischen Rahmenbedingungen urgiert die Papierindustrie Flankenschutz seitens der Bundesregierung. Jedenfalls dürfe der Klimaschutz nicht zum Standortkiller werden. "Aufgrund ihrer Energie- und Exportintensität und ihrer Abwanderungsgefährdung fordert die Papierindustrie, dass sie ihre Zertifikate auf Basis von Energieeffizienz-Benchmarks kostenfrei erhält", sagte Dworak.



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