Die Bruttowerbeaufwendungen oder der Werbedruck, also die Werbeausgaben laut Preislisten konnten laut Daten des Focus Instituts wie bereits im Vorjahr die Marke von drei Milliarden Euro halten und ausbauen: Auf Grundlage der gleichen Medienbasis wie im Jahr 2007 bedeutet das einen Zuwachs von 5,4 %, inklusive der neu in die Statistik aufgenommenen Medien stieg der Werbedruck um 5,1 %.
Sehr deutlich zeigte sich die positive Entwicklung des Werbemarktes im Bereich der klassischen Werbung mit einem Zuwachs von 7,2 %. Auch wenn Focus Bruttozahlen veröffentlicht und die Nettozuwächse sicher nicht in dem Ausmaß vorhanden waren, kann dennoch von einer positiven Entwicklung gesprochen
werden.
Die Finanzkrise hat den Werbemarkt erst im Dezember voll getroffen: Der Bruttowerbewert für Dezember lag 2008 um 1,5 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres.
Werbedruck und Marktanteile
Bei den Marktanteilen der einzelnen Mediengattungen kam es auch im Jahr 2008 zu keinen wesentlichen Veränderungen, Stabilität kennzeichnet den österreichischen Werbemarkt. Mit Abstand größter Werbeträger waren auch 2008 die Printmedien, die ihren Anteil von knapp 57 % an den klassischen Werbeaufwendungen und damit ihre Position als klare Nummer eins halten konnten.
Insgesamt betrugen die Brutto-Werbespendings in den Printmedien im Vorjahr 1,525 Milliarden Euro. Innerhalb des Segments waren auch 2008 die Tageszeitungen mit 780 Millionen Euro der größte Werbeträger, die Magazine konnten 369 Millionen Euro auf sich verbuchen, die regionalen Wochenzeitungen 236 Millionen Euro.
Das Fernsehen als zweitgrößter Werbeträger kam auf 622 Millionen Euro, gefolgt von der Außenwerbung mit 180 Millionen Euro und dem Hörfunk mit 178 Millionen Euro. Auch im Vorjahr konnten die privaten Programmanbieter im Fernsehen höhere Zuwächse einfahren als der ORF.
Wieder stark gewachsen ist auch 2008 die Onlinewerbung, die um 33,8 % zulegen konnte. Es muss jedoch angemerkt werden, dass der österreichische Online-Werbemarkt im internationalen Vergleich noch sehr klein ist. Zudem ist das Suchmaschinen-Marketing von der Werbestatistik nur schwer greifbar, es ist daher von einem größeren Volumen und Marktanteil auszugehen als offiziell ausgewiesen.



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