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EMPFEHLUNG DER EU-KOMMISSION ZUR MEDIENKOMPETENZ AN MITGLIEDSTAATEN

Erfahrung der Verleger für Initiativen nutzen

(2009-09-09) Die Medienkompetenz der Unionsbürger soll in den Augen der EU-Kommission "Triebkraft und Vorbedingung für Medienpluralismus und Medienvielfalt" sein. Dies unterstreicht sie in ihrer neuen Empfehlung zur Medienkompetenz in der digitalen Welt, in der sie den Mitgliedstaaten auch rät, in die Initiativen die traditionellen Verleger eng einzubinden.

Diese Einbindung der Verlage sei empfehlenswert, "denn die Verlagsbranche verfügt über äußerst wertvolle Erfahrungen bezüglich der Medienkompetenz in der Offline-Welt und verlagert ihre Tätigkeit zunehmend hin zur Produktion und Verbreitung digitaler Inhalte", heißt es in dem neuen Dokument wörtlich, welches vom europäischen Zeitungsverlegerverband ENPA in seinen Intentionen und Schlussfolgerungen begrüßt wurde.

 

Bürger befähigen, "informierte Entscheidungen zu treffen"

 

Leitgedanke der Kommissionsempfehlung ist es, "die europäischen Bürger zu befähigen, als Medienkonsumenten aus einem diversifizierten Angebot auszuwählen und informierte Entscheidungen zu treffen". Medienkompetenz wird in diesem Zusammenhang nicht nur als Fähigkeit gesehen, die Medien zu nutzen, sondern auch "die verschiedenen Aspekte der Medien und Medieninhalte zu verstehen und kritisch zu bewerten sowie selbst in vielfältigen Kontexten zu kommunizieren". Medienerziehung in den Schulen und "Initiativen im Bereich der informellen Bildung" sollten dazu einen aktiven Beitrag leisten.

 

Ausdrücklich wird betont, dass Initiativen im Bereich Medienkompetenz auch "die Sensibilisierung für Fragen des Urheberrechts" einschließen sollte.

 

EU-Studie über Gefahren in der Online-Welt

 

Ihrerseits plant die Kommission eine Studie, in der untersucht werden soll, "inwieweit ein Bewusstsein für die Gefahren im Zusammenhang mit der Weitergabe personenbezogener Daten im Online-Umfeld vorhanden ist" sowie eine Studie zur optimierten Nutzung von Suchmaschinen.

 

Der Schutz personenbezogener Daten und der Privatsphäre wird angesichts neuer Gefahren für den Einzelnen - "wie Identitätsdiebstahl, diskriminierende Profilerstellung oder kontinuierliche Überwachung" - in der Empfehlung der Kommission an die Mitgliedstaaten als besonders bedeutsam hervorgehoben.



EU-Medienkommissarin Viviane Reding: "Für Menschen, die die neuen Medien nicht nutzen können, wird es schwierig, mit der Welt draußen zu interagieren und an ihr teilzuhaben."
EU-Medienkommissarin Viviane Reding: "Für Menschen, die die neuen Medien nicht nutzen können, wird es schwierig, mit der Welt draußen zu interagieren und an ihr teilzuhaben."