Rahofer - ein international anerkannter Journalistenausbildner
Rahofer ist in den Morgenstunden des 12. Februar nach kurzer schwerer Krankheit im 55. Lebensjahr verstorben; die Trauerfeier findet am 19. Februar um 14:00 Uhr in der Pfarrkirche Frankenmarkt, Oberösterreich statt.
Mehr als 20 Jahre war Rahofer für das KfJ tätig und hat in dieser Zeit mehrere Journalistengenerationen geprägt. Er festigte die Stellung des KfJ als führende Ausbildungsinstitution im Medienwesen, wobei sein Blickwinkel stets auch auf künftige Entwicklungen in der Medienwelt gerichtet war.
Meinrad Rahofer wurde am 1. Februar 1956 in Frankenmarkt, Oberösterreich, geboren. Schon während seines Studiums an der Universität Salzburg war er als Reporter und im Bereich PR und Werbung tätig. Journalistische Sporen verdiente er sich bei der "Salzburger Volkszeitung" und im Salzburger Landespressebüro. Auch für den Film hat Rahofer gearbeitet, gerne erzählte er von seiner Arbeit mit Regisseur Reinhard Schwabenitzky. 1990 schloss er das Studium der Publizistik und Politikwissenschaft mit dem Doktorgrad ab.
Seit 1997 KfJ-Geschäftsführer
1989 stieg er als Assistent des Geschäftsführers im Kuratorium für Journalistenausbildung ein, seit 1997 war er dessen Geschäftsführer.
Sein internationales Netz an Kontakten bereicherte das Kuratorium für Journalistenausbildung, die berufsbegleitende Weiterbildung in Österreich und den Journalismus im Land. Sein Wirken fand internationale Anerkennung, weshalb er zwischen 2003 und 2006 auch als Vizepräsident der Europäischen Vereinigung der Journalistenausbildungen EJTA tätig war. Als Mitbegründer und Vizepräsident der "Initiative Qualität im Journalismus - IQ" trug er auch wesentlich zur Aufrechterhaltung journalistischer Qualitätsstandards in Österreich bei. Nicht zuletzt dafür erhielt er 2005 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, 2007 das Goldene Ehrenzeichen des Landes Salzburg.
Rahofer, der eine neunjährige Tochter hinterlässt, prägte nicht nur das Ausbildungsprogramm des KfJ. Er unterrichtete auch selbst und teilte seine reiche Erfahrung an der Universität Salzburg, der Pädagogischen Akademie Steiermark, in Südtirol an der Cusanus Akademie in Brixen, an der Universität Bozen, sowie unzähligen weiteren Aus- und Weiterbildungsinstitutionen.
VÖZ-Geschäftsführer Grünberger: "Schwerer Verlust für die Branche"
"Kompetent, praxisnah, engagiert und gegenüber allen neuen Entwicklungen aufgeschlossen hat Meinrad Rahofer das Kuratorium für Journalistenausbildung zu einer auch international vernetzten und anerkannten Bildungsinstitution ausgebaut", würdigte VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger den Verstorbenen. Sein unerwarteter Tod sei "ein schwerer Verlust für die Branche", sein Name werde aber mit der Idee des Kuratoriums, das in einem Leitbild unter seiner Geschäftsführung erarbeitet wurde, untrennbar verbunden bleiben. Grünberger erinnerte daran, dass Initiativen wie der Journalistenaustausch zwischen Österreich und den USA sowie der internationale Masterstudiengang "New Media Journalism", in den das KfJ von Beginn an eingebunden war, maßgeblich auf seinen Einsatz zurückgehen. "Qualität im Journalismus war ihm ein Anliegen, das seine Arbeit im Kuratorium für Journalistenausbildung über zwei Jahrzehnte prägte. Er wird uns fehlen, nicht nur als Journalistenausbildner, sondern auch als Mensch", sagte der VÖZ-Geschäftsführer.
Wasserbauer seit 2000 Rahofer-Assistentin
Mag. Elisabeth Wasserbauer, die seit 2000 als Assistentin des Geschäftsführers im Kuratorium für Journalistenausbildung arbeitet, hat bereits während ihres Studiums in Salzburg Berufserfahrung im Zeitungs- und Radiojournalismus gesammelt und im Rahmen ihrer KfJ-Tätigkeit die pädagogischen, wissenschaftlichen und verwaltungsmäßigen Aufgaben mitbetreut.



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