Die Zeitung werde auch in Zukunft ein starkes Medium bleiben, so der BDZV-Vizepräsident, aber sie wird sich verändern müssen, um weiterhin alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen anzusprechen. Rückbesinnung auf die Kernkompetenzen der Zeitung - glaubwürdige Gewichtung, Erklärung und Kommentierung, Mut zum Experiment und den Blick nach vorne zu richten, sind dabei wesentliche Strategien, um dieser Herausforderung zu begegnen.
Junge zwischen Versorgungsparadies und Zukunftsängsten
Einen Einblick in die Lebenswelten junger Menschen gab der Marktforscher und Tiefenpsychologe Stephan Grünewald (rheingold Institut, Köln). Diese leben in einem Spannungsfeld zwischen Versorgungsparadies und Zukunftsängsten - dabei können Zeitungen eine wesentliche Rolle einnehmen, wenn sie die Wirklichkeitserfahrung der Jugendlichen ernst nehmen und Orientierung geben. Grünewald empfiehlt neun Leitlinien der Jugendkommunikation, unter anderem sei es wichtig, Klartext zu reden, zuzuhören und Kontroversen zu eröffnen, Positionen zu beziehen und den Jugendlichen zu zeigen, dass sie gebraucht werden.
Konkrete Umsetzungen einer zielgruppengerechten Kommunikation zeigten innovative Projekte aus Frankreich, Deutschland, Polen und Österreich, die im Rahmen des Fachtages präsentiert wurden. Dabei wurde aufgezeigt, dass auch Kinder und Jugendliche für Nachrichteninhalte begeistert werden können und dass hier ein wesentliches Potential für die Zukunft liegt.



Drucken
Mailen